Torstein der Göttmann-Schmiede von 1844

Im deutschen Revolutionsjahr 1848 gründete der Ur-Urgroßvater der heutigen Besitzerin in der Laudenauer Straße in Reichelsheim eine Schmiede. Einer der ersten Einträge in seinem Geschäftsbuch lautet:

„Ein altes und ein neues Hufeisen angeschlagen.“ Die Einnahme betrug 52 Creuzer.

1855 kaufte er die an der heutigen Adresse bereits bestehende „Göttmann-Schmiede“. Dort wurden u.a. Messer und Säbel hergestellt, was wohl zu dem Namen „Savelschmid“ führte.

Jacob Treusch führte diese Tradition jedoch nicht weiter, sondern spezialisierte sich auf Huf- und Wagenschmiedearbeiten.

Eisen-Treusch 1925

Im Jahr 1893 wurde ein Ladengeschäft mit zwei Schaufenstern eröffnet. Man verkaufte neben Sensen, Heugabeln und Kuhketten nun auch Geschirr, handbetriebene Waschmaschinen, Nähmaschinen und Zement.

Mit Jakob Treusch II und seiner Ehefrau übernahm 1921 die nächste Generation das Geschäft. Das Angebot wurde durch Landmaschinen erweitert, die Schmiedearbeiten wurden 1934 eingestellt.

Nach dem Kriegsende 1945 traten die beiden Söhne Otto und Siegfried in die Firma ein. Der Landmaschinenhandel wurde erweitert und Bau- und Maschinenschlosserarbeiten ausgeführt. So brachte Eisen-Treusch die ersten Eicher-Schlepper nach Südhessen und es wurde eine Maschine zur Herstellung von Holzschindeln entworfen, gebaut und patentiert.

 

Nachdem Otto Treusch mit der Schlosserei in die Heidelberger Straße umgezogen war, gab Siegfried Treusch den Landmaschinenhandel auf und baute 1964 das Ladengeschäft um. Seither umfasst das Angebot von Eisen-Treusch auch Haushaltswaren, Glas, Porzellan und Spielzeug.

Seit 1983 werden Eisenwaren in einem neuen Geschäft auf dem gleichen Grundstück angeboten.

Im Jahr 1991 übernahm die fünfte Generation das Ruder. Die Tochter von Siegfried und Marianne Treusch, Irene Treusch, wurde Eigentümerin des Geschäfts und betreibt seitdem Eisen-Treusch mit einem fachkundigen und freundlichen Team.

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